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 Der Verband für Musikberufe

Konzertsaison 2017/2018

Avantgarde mit allen Facetten
Der Tonkünstlerverband hat wieder ein attraktives Paket neuer Musik geschnürt
Konzert vom: 
16.09.2017
Von Manfred Engelhardt
 

Die neuen Töne der Avantgarde sind vielseitiger, als Vorurteile suggerieren. Der moderne Sound verharrt nicht im Spezialisten-Getto für einen intimen Kreis. Zumindest sollte er das nicht tun, meint Gabriele Tluck, die Vorsitzende des Tonkünstlerverbands (Sektion Augsburg-Schwaben) zum neuen Programm der Saison 2017/18 Es variiert mit den verschiedensten Genres – ein Jazzkonzert soll immer obligat dabei sein – und Besetzungen. Der klassische Konzertflügel gehört ebenso dazu wie Gitarren, Schlagzeug oder Elektronik. Der Konzertsaal des Leopold-Mozart-Zentrums in der Maximilianstraße 59 und der Rokokosaal im Fronhof sind jeweils an Freitagen um 20 Uhr die Schauplätze der sechs Programme.

„Magier der Saitenklänge“ ist das erste Konzert (6. Oktober) betitelt und Gitarrenfans können sich auf das Duo Gruber & Maklar und den Augsburger Schlagzeuger und Vibrafonisten Sebastian Hausl freuen. Zu hören sind Werke u. a. von Enjott Schneider, des französischen Klangzauberers André Jolivet, Leo Brouwer sowie des Augsburgers Fred M. Bauersachs (1930–2011).

Die vielseitige Augsburger Pianistin Stephanie Knauer bietet Uraufführungen von Cornelius Hirsch („Les Tombeaux de Ravel et Satie“) und von Karl F. Gerber („Sechzig“) in Gedenken an Reinhard Schulz, den Mitbegründer der Münchner Gesellschaft für Neue Musik.

Trompeter Matthew Sadler, Posaunist Uwe Schrodi und der Pianist Rudi Spring bringen Blechblas-Sound und Tastenzauber ins Spiel, u. a. neueste Werke (2016) von dem Münchner Johannes X. Schachtner aus der Notenreihe „Neue Töne – on tour“ zu hören, darunter die Etüde über das Gedicht „Schtzngmm“.

Mit dem Projekt „Sounds and Ballads“ waren der Augsburger Komponist Stefan Schulzki (Eletronik, Klavier) und die Sängerin Beatrice Ottmann bereits erfolgreich; jetzt gibt es eine Uraufführung von Schulzki mit der Liedersammlung „I would like to be changed“.

Jazz im Rokoko-Ambiente spielt das in Nürnberg gegründete Quartett Jilman Zilman mit dem Augsburger Schlagzeuger Tilman Herpichböhm. Einen Liederabend geben schließlich Bassbariton Radu Cojocariu und die Pianistin Adriana Cervino u. a. mit vier Lieder nach Bert Brechts „Kriegsfibel“ von Richard Heller.

Karten & Infos unter http://tkva.de und unter Tel. 08 21/ 71 91 66

 

 
Feuilleton regional - Augsburger Allgemeine Zeitung